Testbericht: HTC Wildfire
Seit ein paar Tagen habe ich die Gelegenheit das HTC Wildfire zu testen. Das Unboxing und ein paar Geräte-Fotos gab es ja schon hier auf smartphonearea zu sehen. Das Wildfire wird aktuell für einen Preis um 250,- EUR gehandelt und ist als Android-Einsteigersmartphone anzusehen. In diesem Testbericht gehe ich nun auf die Hardware, allgemeine Bedienung und die Software des HTC Wildfire ein.
Werbeclip: HTC A closer Look:
Das Wildfire soll im Juni erscheinen und später auch in unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich sein:
Bildquelle: coolsmartphone
Inhaltsverzeichnis:
- Einleitung
- Inhaltsverzeichnis
- Lieferumfang
- Technische Daten
- Verarbeitung, Design, Haptik
- Display
- Hardware
- Telefonfunktion
- Akku
- Software / Anwendungen
- Multimedia / Kamera / Spiele
- Office / Business
- Internet und E-Mail
- GPS / Navigation
- Multimedia-Beispiele
- Fazit
Lieferumfang:
- HTC Wildfire in metal mocca
- Li-Ionen Akku 1300 mAh
- Netzteil
- Micro USB-Datenkabel
- Stereo-Headset mit 3,5 mm Klinkenstecker
- 2 GB Micro SD-Karte mit Zusatzsoftware und Bedienungsanleitung
- Kurzbedienungsanleitung und Sicherheitsinformationen
Wichtige Technische Daten:
- Prozessor 528Mhz Qualcomm
- RAM 384MB
- ROM 512MB
- Display 3,2″ QVGA TFT Display (mit 320x240 Pixel)
- Kamera 5 MP Digitalkamera mit Autofocus und LED-Blitzleuchte
- FM Radio (Headset nötig)
- Betriebssystem Android 2.1
- Akku 1300mAh
- Maße 107 x 60 x 12 mm (L x B x H)
- Gewicht 118g
Verarbeitung, Design, Haptik:
Das HTC Wildfire ist sehr gut verarbeitet und muss sich in Sachen Verarbeitungsqualität nichts nachsagen lassen. Der kapazitive Touchscreen lässt sich sehr gut bedienen und der optische Sensor zur Cursor-Steuerung trägt ebenfalls dazu bei, dem Gerät trotz günstigem Einkaufspreis ein gutes Aussehen zu vermitteln. Die Sensortasten unterhalb des Displays sind etwas gewöhnungsbedürftig und brauchen manchmal gefühlt eine Sekunde um zu reagieren -- aber auch dies ist sehr gut verschmerzbar. Das Handy liegt formbedingt sehr gut in der Hand. Wer möchte, kann die Tastatur ein haptisches Feedbak geben lassen. Dieses Feature ist gerade für Anwender, die das erste mal ein Handy mit Touchscreen nützen, oft sehr sinnvoll.
Display:
Das Display ist für mich ein sehr schwieriger Punkt. Bedingt durch die Auflösung kommt das Wildfire gerade im Vergleich zu höherwertigen Geräten natürlich etwas pixelig in den Hinterhalt.
Vergleicht man allerdings gleichwertige Geräte untereinander braucht sich das Wildfire nicht zu verstecken. Die Auflösung birgt hier und da ein paar Nachteile wie beispielsweise beim ausfüllen eines Formulars.
Wird dort die Onscreentastatur eingeblendet ist meist nur noch ein Eingabefeld zu erkennen und es kann stellenweise nicht leicht zum nächsten Feld gescrollt werden. Für ältere Geräte gibt es eine Ersatztastatur die durch eine Geste (runterwischen) verschwindet. Allerdings habe ich diese auf dem Wildfire bisher noch nicht zum laufen gebracht.
Hardware:
Die restliche Hardware des Wildfire lässt sich nicht lumpen. Der Prozessor mit 528 Mhz schafft dank Android so einiges und kommt nur bei stärkerer Beanspruchung ins schwitzen bzw. ruckeln. Von 5 getesteten Spielen liefen 3 problemlos (sogar trotz “seltener” Auflösung des Wildfire) und nur 2 die auch etwas ansprechendere 3D Grafiken enthielten liefen zwar -- aber ruckelten dann doch störend. (3D Labyrinth lite beispielsweise). Für ein Einsteiger-Smartphone ist aber diese Leistung ok. Der MikroSD-Slot ist so unter dem Akkudeckel angebracht, dass die MikroSD ohne den Akku entnehmen zu müssen gewechselt werden kann.
Telefonfunktion:
Hier punktet das Wildfire mit der social-network-Integration in SENSE deutlich. Facebook-Kontakte im Telefonbuch sind ebenso kein Problem wie die Twitter-Integration auf einem der Desktops. Der Gegenüber beim telefonieren ist gut zu verstehen. SMS, MMS etc. sind natürlich in der heutigen Zeit schon Standard.
Akku:
Der Akku ist beim Wildfire deutlich besser angesiedelt als beim Desire und hält bisher im Schnitt 2-3 Tage durch. Mein Desire ist bei meiner “heftigen” Nutzung am Abend bei 30% und muss über Nacht aufgeladen werden um den nächsten Tag zu üebrstehen. Das Wildfire packt da gut einen Tag mehr. Vielleicht bessert sich der Wert sogar noch nach ein paar vollständigen Ladezyklen.
Software/Anwendungen:
Das Wildfire hat von Haus aus schon ein paar interessante Tools installiert wie beispielsweise den App Sharer um sein Lieblingsprogramm per SMS, E-Mail, Twitter oder Facebook zu versenden. Natürlich wird dort dann der Link zum Market verschickt und nicht das Programm. Wer solch ein Feature auch auf seinem Android-Smartphone nutzen möchte, dem sei das Programm “App Sharer” aus dem Market nahegelegt. Dies projeziert einen QR-Code auf dem Display welcher mit einem Barcode-Reader abgelesen werden kann und dann den Link zum Market preisgibt.
Auch eine Taschenlampen-App ist auf dem Wildfire von Werk aus installiert und bringt die LED der Kamera zum leuchten.
Das Wildfire unterstützt keine Live-Wallpaper. Diese sind von Werk aus auch auf dem Legend gesperrt und würden die Geräte nur zusätzlich in die Knie zwingen.
Applikationen liefen im Test fast alle problemlos. Manche sind im Market noch nicht zu finden. Dies dürfte aber eher daran liegen, dass das Wildfire noch im Market freigeschalten werden muss. Das dauert machmal ein klein wenig länger als der Release eines Gerätes. Dies soll nun aber wirklich nicht bedeuten, dass es kaum Inhalt gäbe -- für die Android-Fans ist dennoch für ordentlich Software gesorgt.
Multimedia/Kamera/Spiele:
Die Kamera macht mit ihren 5 Megapixeln und der Foto-LED durchaus gute Schnappschuss-Fotos. Qualitativ hochwertige Bilder konnte ich aber noch keinem Android-Smartphone von HTC bisher entlocken. Hersteller wie Sony Ericsson und bei Symbian auch Nokia machen da deutlich bessere Geräte. Die Videofunktion macht maximal Clips in 352x288 (CIF) Pixeln. Auch dies mag für Zwischendurch genügen -- hätte aber auch durchaus etwas mehr sein dürfen.
Multimedia ist bei Android 2.1 kein Problem und beinahe jedes normale Bild/Ton/Videodokument kann geöffnet werden. Lediglich XVID macht bei Android 2.1 noch Probleme. Auch der erst kürzlich veröffentlichte Player welcher XVID auf dem Desire möglich macht -- läuft auf dem Wildfire leider (noch) nicht.
Spiele sind im Android Market für fast jeden Geschmack vertreten. Spiele wie Abduction liefen sehr gut und so lange die Spiele nicht zu große Ansprüche an die Hardware stellen kein Problem.
Office/Business:
Im Test öffnete ich eine knapp 100 MB PDF mit knapp 850 Seiten auf dem Wildfire. Sofern das Dokument einmal an die Displaygröße angepasst wurde ist ein lesen auf dem Wildfire gut möglich. Auf dem Gerät ist ausserdem noch ein Quickoffice installiert, welches den Ansprüchen des normalen Anwenders genügen dürfte.
Internet und E-Mail:
E-Mail Grundfunktionen werden in SENSE sehr gut abgedeckt. Auch Google Mail ist extra vorhanden und für den Fall der Fälle kann noch K-9 aus dem Market geladen werden. Auch Services wie Youtube werden natürlich unterstützt und die Clips können auf dem Handy betrachtet werden.
Das Internet ist bedingt durch die kleine Auflösung nicht immer eine Wohltat, aber sobald einmal die richtige Anzeige eingestellt ist durchaus zu gebrauchen. Die bequeme Einstellung ist mit der bekannten Pinch-to-Zoom Geste schnell angepasst. FlashLite ist installiert und Webseiten werden beinahe so wie auf dem heimischen PC angezeigt. Richtige Flash-Spiele sind allerdings frühestens mit Froyo möglich und ob dies auf dem Wildfire laufen wird kann ich noch nicht sagen.
GPS/Navigation:
Die kostenlose Google Navigation ist auf dem Wildfire natürlich auch freigeschalten und kann genutzt werden. Das Kartenmaterial muss dabei per W-Lan oder anderer Datenverbindung heruntergeladen werden.
Multimedia-Beispiele:
Fazit:
Abschließend kann zum HTC Wildfire gesagt werden, dass es für dessen Preis ein gutes Einsteiger-Gerät ist und dank SENSE eine tolle Integration in die bekannten social-network-Dienste wie Twitter und Facebook besitzt. Das kapazitive Display und der optische “Joystick” gibt ebenfalls einen Pluspunkt. Lediglich die Displayauflösung lässt mir einen wirklich kleinen Raum, um ein wenig an dem sonst sehr guten Eindruck ruckeln. Geräte wie das Vodafone 845 für nur 130,- EUR (HIER von mobiflip getestet) werden es dem Wildfire aber nicht leicht machen.
Weitere Informationen auf der Herstellerhomepage:
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schöner Test, danke dafür^^
Magst Du einmal die Taschenlampen App mit dem Namen nennen?
Klar
Siehst du übrigens im Test auch im Screenshot des Programms:
http://smartphonearea.de/wp-content/uploads/2010/07/blitzlicht.png
Blitzlicht wird das Teil genannt …
Grüßle
Mike
ach wie geil^^ danke! Es gibt ja einige von den Taschenlampen Apps, aber diese könnte es wirklich auch auf mein Desire schaffen.
Im Moment scheint es sie, zumindest unter dem Namen, nicht im Market zu geben.
In einem Clip, der angeblich Froyo auf dem Desire zeigt wird schon eine ähnliche App von HTC selbst gezeigt. Dort kannst du dann sogar in mehreren Schritten die Helligkeit einstellen ^^
Bleibt nur die Frage, WANN Froyo letzendlich auf das Desire gelangt
ach… na dem Update auf 2.2 sehe ich ganz entspannt entgegen, das Desirechen erfüllt alle Wünsche bislang noch zu meiner vollsten Zufriedenheit^^
Das Problem am Wildfire ist einfach die Auflösung, und ich habe ernstahaft Angst, dass es den Android Entwicklern irgendwann zu bunt wird.
1) Milestone (8xx*480)
2) N1, Desire und co (800*480)
2) x10- zwar die selbe Auflösung wie das Milestone, aber Android 1.6
4) Tatoo (1.6 320*240)
5) Wildfire (2.1 320*240)
Und dann noch Motoroi, DroidX und so weiter mit diesen ganzen verkorksten Auflösungen,die sich eh keiner merken kann, das ist einfach zu viel. Wenigstens sind wir diese ganzen Billiggeräte mit Gingerbread los, dann ist wieder ein bisschen Freiraum für die Entwickler.