Erster Eindruck: Nokia Booklet 3G mit Windows 7

Nokia Booklet 3GVor ein paar Tagen habe ich die Möglichkeit bekommen das Nokia Booklet 3G zu testen und heute gibt es einen ersten Eindruck des ersten Netbooks der Finnen. Meine Berichte zum Booklet 3G werden deutlich subjektiver und nicht ganz so ausführlich wie bei Smartphones, außerdem sind Notebooks auch nicht ganz mein Spezialgebiet und es kann sein, dass ich hier und da fehlende Kenntnisse habe. Im Test habe ich die deutschen Version des Booklets, welche exklusiv bei O2 für 730 Euro angeboten wird (Amazon muss man knapp 8 Euro mehr hinlegen), genutzt. Zu den technischen Daten bekommt ihr auf der Nokia Homepage mehr Informationen, während meiner Testphase werde ich mir noch das ein oder andere Feature vornehmen, heute wie gesagt nur ein kleiner Überblick mit ein paar ersten Impressionen.

Verpackung & Lieferumfang

Als ich die Verpackung des Nokia Booklet 3G aus der Hülle für den Versand genommen habe war ich erst mal wieder (ich hatte sie schon auf der Nokia World 2009 schon kurz in den Händen) erstaunt über die hochwertige Verpackung, die aber auch ein ordentliches Gewicht besitzt. Das Design erinnert an die Verpackung der aktuellen Smartphones Nokia N97 (mini) und Nokia N900 und gefällt mir persönlich wirklich gut. Der Lieferumfang ist dann jedoch nur noch Standard, neben ein paar Anleitungen gibt es lediglich ein Reinigungstuch und ein Headset (das ist natürlich kein Standard bei Notebooks), hier hätte ich mir eine Schutztasche gewünscht, doch diese scheint Nokia bei keinem ihrer Produkte mehr beizulegen, wirklich schade! Umso besser gefällt mir aber das Ladegerät, dieses lässt sich aufrollen und ist so angenehm zu transportieren.

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Design & Verarbeitung

Ich kann es mir nicht verkneifen, aber in vielen Punkten erinnert mich das Design an die MacBook-Reihe von Apple, was sich aber nach einigen Stunden der aktiven Nutzung wieder gelegt hat. Das Booklet hat ein wirklich tolles Design und vor allem die Verarbeitung ist sehr gut und kann sich sehen lassen. Erwähnenswert finde ich den Ein-/Aus-Knopf, dieser befindet sich an der rechten Seite des Geräts, irgendwie erinnert mich das an die Smartphones von Nokia. Das Gewicht ist für mich in Ordnung, 1250 g sind aber nicht gerade wenig bei einem Netbook.

Windows 7

Das Booklet braucht beim ersten Start erstaunlich lange, bis es eingerichtet ist und nach kurzer Zeit gab es für mich auch schon die erste negative Überraschung: Windows 7 Starter Edition! Bei einem Netbook für 730 Euro hätte ich mindestens Home Premium erwartet, bei diesem Preis ist das schon fast unverschämt! Ich habe mich übrigens informiert und das hat nichts mit der Hardware eines Netbooks zu tun, das ist reine Geldmacherei und ein Update für Home Premium kostet weitere 70,- Euro.

Mobiles Surfen

Ich habe die Möglichkeit das Booklet 3G ein paar Wochen mit einer O2 Datenflatrate zu testen, die SIM-Karte kann direkt in das Netbook gesteckt werden und nach einer kurzen PIN-Eingabe kann man direkt lossurfen, wirklich sehr einfach. Vorinstalliert ist auch eine Anwendung namens Nokia Social Hub, mit der man nicht nur Updates zu Twitter und Facebook posten kann, sondern auch bei aktivierter SIM-Karte SMS verschicken und empfangen kann.

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Display

Das Display des Booklet 3G hat eine tolle Auflösung von 1280x720 Pixeln und auch die Helligkeit ist sehr gut, hier merkt man einen Unterschied zu Netbooks mit geringerer Auflösung. Wenn das Netbook an ist leuchten zwischen Display und Tastatur bestimmte Symbole für WLAN, Bluetooth oder 3G (Netz). Leider ist die Leuchte für die Akkudauer quatsch, diese gibt keinerlei Hinweise über den Zustand des Akkus, hier hätte ich mir eine andere Anzeige gewünscht, bei der man schnell sehen kann, wie der Stand des Akkus ist.

Eingänge & Akkulaufzeit

Neben einem Slot für SIM-Karten besitzt das Booklet auch einen SD-Kartenleser, einen 3,5mm Eingang für Kopfhörer und das Highlight dürfte wohl auch der HDMI-Eingang sein, dazu gibt es noch ganze 3 USB-Eingänge. Der Akku soll bis zu 12 Stunden laufen, bei aktiver Nutzung im WLAN und normaler Displaybeleuchtung ist das natürlich nicht möglich, doch ich war in den ersten Tagen wirklich sehr zufrieden mit der Akkulaufzeit, mehr dazu nach einer längeren Testphase.

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Touchpad & Tastatur

Das Touchpad ist gut, es hätte vielleicht noch ein kleines bisschen größer sein können, toll ist aber auch der Multitouch-Support wie bei den MacBooks oder auch den aktuellen eeePCs. Die Tastatur ist ebenfalls ordentlich, leider ist sie nicht beleuchtet und daher wird es bei dunklen Lichtverhältnissen schwer, wenn man sie nicht komplett auswendig kennt.

Hardware

Neben Windows 7 Starter gibt es noch einen anderen starken Kritikpunkt und zwar die eingebaute Menge an RAM, ein Gigabyte ist bei billigen Netbooks normal, es geht aber auch schon besser und vor allem bei diesem Preis hätte man ruhig zwei reinpacken können. Wirklich negativ ist jedoch, dass sich der Speicher nicht erweitern lässt, das ist für mich eigentlich der größte Kritikpunkt (neben dem Preis) beim Booklet 3G.

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Software

Neben der Social Hub Anwendung ist noch ein Widget für Ovi Maps installiert, welches dank internem GPS die aktuelle Position auf dem Desktop anzeigen kann. Über den Sinn eines solchen Widgets lässt sich streiten, sicher ist jedoch, dass die dauerhafte Verbindung für GPS an der Akkuleistung schrauben und diese negativ beeinflussen wird. Das war es jedoch auch schon an Nokia Software, die Ovi Suite 2.0 muss man sich erst nachträglich runterladen, dies geht jedoch auch sehr schnell über ein Widget auf dem Desktop (welches sich natürlich auch entfernen lässt).

Fazit

Hier also meine ersten Eindrücke zum Booklet, solltet ihr Fragen haben könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen. Nach den ersten Tagen kann ich jedoch sagen, dass das Booklet eher für Leute ausgelegt ist, die auf Design achten und nicht genau auf den Preis schauen. Wer sich für diesen Preis ein Netbook holt wird sollte aber eigentlich erwarten, dass es erstens mehr RAM und zweitens die Home Premium Edition von Windows 7 bekommt. Die Konkurrenz auf dem Netbook-Markt ist sehr groß und meines Wissens ist das Booklet von Nokia eines der teuersten, wenn nicht sogar das teuerste Netbook von allen.

Die nächsten Tage werde ich das Netbook aktiv testen, bei mir kommt es hauptsächlich in der Universität zum Einsatz und da bin ich vor allem auf die Akkulaufzeit und die Reaktion von anderen auf das Design gespannt. Auf der Nokia Homepage steht, dass das Booklet 3G alternativ auch mit Home Premium angeboten wird, da werde ich mich noch mal genauer informieren, denn dieser Punkt ist wie die geringe Menge an RAM verkraftbar, jedoch unverschämt bei diesem Preis!

Hinweis: Der Dank für das Testgerät geht an Flexibles Büro und O2 Germany, die mir das Nokia Booklet 3G und eine O2 SIM-Karte mit einer Datenflatrate zur Verfügung stellen.


GravatarGeschrieben von: Oliver. Student, Gründer und regelmäßiger Autor von SmartphoneArea.de mit großem Interesse an Smartphones und den passenden Gadgets.

Keine Antworten zu “Erster Eindruck: Nokia Booklet 3G mit Windows 7”

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mike und Smartphonearea.de, Sandra erwähnt. Sandra sagte: Smartphonearea.de | Symbian | Maemo | Android | iPhone OS | WebOS … http://bit.ly/5uMXrL #netbook [...]

  2. [...] auch schon auf diversen Blogs (vowe.net 1 und 2, smartphonearea.de) zu lesen: das Nokia Booklet 3G ist ein wirklich tolles Gerät! Besonders weil es zZt. nur noch [...]

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