NW09: Erstes Fazit zum Nokia N900

deviceHeute werden wir das Nokia N900 etwas näher unter die Lupe nehmen und möchten euch ein erstes Fazit des Geräts und vor allem von der Oberfläche Maemo geben. Wir hatten das Glück ein “privates” Gerät zu testen und konnten uns die Oberfläche in Ruhe anschauen. Bei der Hardware handelt es sich um eine finale Version (auch wenn die Produktbezeichnung noch “N00″ ist), die Firmware lief stabil und bis zum Marktstart wird es noch eine aktuellere Version geben. Die Chancen für einen Realease Anfang Oktober stehen gut, einen ausführlichen Testbericht wird es bei uns in den kommenden Wochen geben, wir erwarten unser Testgerät bis zum Ende des Monats.

Nokia N900 und Maemo

Maemo basiert auf Linux, die Version auf dem Nokia N900 nennt sich Maemo 5. Beim N900 handelt es sich zwar noch immer um ein Internet Tablet, doch im Prinzip sollte man von einem Smartphone sprechen. Gleich zum Anfang sei gesagt, dass Maemo ein klarer Unterschied zu Symbian ist und damit auch nicht unbedingt verglichen werden kann. Das OS ist noch mehr für die Touchbedienung angepasst, eine “Optionen”-Funktion gibt es nicht mehr, alles ist sehr fingerfreundlich gehalten.

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Erster Eindruck

Überzeugt haben vor allem die kleinen und sehr flüssigen Effekte, sei es beim Surfen im Browser oder oder beim Öffnen von einzelnen Ordnern. Auch die Zoom-Funktion des N900 konnte überzeugen, diese lief noch nicht ganz flüssig, doch könnte in Zukunft eine gute Alternative für Multitouch (und die Zoom-Funktion wie beim Apple iPhone oder HTC Hero) sein. Die Verarbeitung ist gut, der Slider sitzt sehr fest, wenn man das Gerät von der Seite betrachtet wirkt es jedoch sehr globig.

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Software

Die entscheidente Frage ist wohl, ob Nokia es bei dem Smartphone geschafft hat eine stabile Software zu liefern und die spannende Frage in der Zukunft wird sein, ob das OS auch von den Entwicklern angenommen wird und es hochwertige Applikationen geben wird. Die Firmware im Moment hat einen guten Eindruck gemacht, auch optisch anspruchsvollere Spiele liefen ohne Ruckler. Die Icons im Menu sind etwas klein und in der Version, die uns vorlag konnte man das N900 noch nicht einhändig und hochkant nutzen, das soll aber auf jeden Fall möglich sein, ob schon beim Marktstart oder kurz danach war noch nicht sicher. Beim N900 handelt es sich übrigens um den 4. von 5. Schritten, in der finalen Version, Maemo 6, wird das User Interface noch benutzerfreundlicher.

Hardware

Der Slider des Nokia N900 ist sehr stabil, kein Wackeln und Spielraum, es wurde jedoch viel Platik verwendet. Was etwas billig wirkt ist der Kickstand, auf den hätte man gut und gerne verzichten können oder sich eine bessere und vor allem stabilere Variante überlegen können müssen. Die sonstigen Spezifikationen sind soweit bekannt, man merkt vor allem beim Surfen, dass das Maemo-Flaggschiff deutlich mehr Speicher wie das Nokia N97 besitzt. Das Display reagiert ein bisschen besser wie beim N97, vor allem durch die flüssigeren Effekte wirkt das alles etwas schneller und frischer.

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Panorama Desktop

Highlight des Nokia N900 ist der völlig personalisierbare Homescreen, Panorama Desktop genannt. Die vier Desktops lassen sich beispielsweise mit mit Lesezeichen (kleine Ansicht der original Seite), einem RSS-Feed oder Shortcuts belegen. Neben diesen Möglichkeiten kann man auch Widgets ablegen, hier war die Auswahl auf dem verfügbaren Widgets noch gering, abwarten was zum Marktstart verfügbar ist. Leider kann man sich den Desktop nur im Querformat anzeigen lassen, in einem Gespräch habe ich aber erfahren, dass das N900 auf Dauer auch im Hochformat nutzbar sein wird. Neben den Widgets, Lesenzeichen, etc gibt es auf dem Desktop auch die Informationen zum aktuellen Profil, der Akkuanzeige, Bluetooth und weitere Informationen (mehr dazu wenn wir ein Testgerät haben und Screenshots machen können).

Internet

Ein weiterer wichtiger Punkt beim N900 ist das Internet, der auf Mozilla basierende interne Browser lief bei unserem Gerät schon sehr stabil, besonders gut gefallen hat mir die Zoom-Funktion (leichte Kreisbewegungen zum rein- oder rauszoomen), an der man jedoch auch noch arbeiten kann, wenn das komplett flüssig und einwandfrei läuft ist dieses “Feature” eine echte Bereicherung beim mobilen Surfen! Außerdem bietet das Smartphone Flash 9.4 und es gibt auch eine Möglichkeit eine Maus wie beim Computer einzublenden, mit der man auch im Browser angenehm einen Text kopieren kann.

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Multitasking

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Multitasking, vor allem mit der Leistung und den Effekten vom Userinterface macht das deutlich mehr Spaß wie bei Symbian. Man sieht die geöffneten Anwendungen nicht nur in einer knappen Übersicht mit Stichpunkten, man bekommt die Fenster in einer kleinen Version und kann diese auch bequem schließen.

Office

Neben einem optisch ansprechenden Kalender (mit Exchange und mehreren Nutzerprofilen) gibt es auch ein Kalender-Widget für den Homescreen, was beim N900 jedoch fehlt ist eine voll funktionsfähige Office-Lösung zum Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten (auch wenn der Schwerpunkt des N900 eher beim Internet liegt). Natürlich beherrscht das Smartphone auch Emails (HTML) ohne Probleme, auch dafür gibt es eine Möglichkeit sich diese auf dem Homescreen anzeigen zu lassen.

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Anwendungen

Neben dem Ovi Store gibt es im Moment auch noch Maemo Select, was einen über Updates der Apps automatisch informiert (in Zukunft soll jedoch alles über den Ovi Store laufen, das wird jedoch vermutlich noch eine Weile dauern). Auf dem N900 werden in der finalen Version einige Anwendungen vorinstalliert sein, weitere bekannte Symbian-Applikationen wie Facebook sollen dann folgen oder sind schon dabei. Spannend wird das Interesse der Entwickler an Maemo, in Zukunft werden dank web-based Apps Symbian und Maemo aber wahrscheinlich verschmelzen.

Navigation

Auf dem Nokia N900 wird es eine entsprechende Version von Ovi Maps geben, die Fußgängernavigation ist kostenlos, für die Navigation mit Sprachführung muss jedoch ein Aufpreis gezahlt werden (inklusive Verkehrsmeldungen, Blitzwarner, Wetterbericht, etc). Zusätzlich gibt es ein Widget für den Desktop, welches die aktuelle Position anzeigt, den GPS-Sensor konnten wir jedoch noch nicht testen.

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Nokia N900 Fazit

Maemo wird eine spannende Sache und ich freue mich darauf diese spannende Oberfläche ausführlich zu testen. Die Hardware soll sich auch nicht so schnell verändern und gravierdende Unterschiede haben, so wäre auch eine Garantie für die Entwickler geboten und diese müssen sich nicht immer auf ein neues und anderes Smartphone einstellen. Das Nokia N900 wird vielleicht noch nicht die Wende bringen, doch es ist der erste wichtige Schritt in eine neue Zukunft von Nokia. Wenn ihr mehr zum Nokia N900 erfahren wollt, dann kann ich euch auch die eigene Produktseite von Nokia und Maemo empfehlen:


GravatarGeschrieben von: Oliver. Student, Gründer und regelmäßiger Autor von SmartphoneArea.de mit großem Interesse an Smartphones und den passenden Gadgets.

2 Antworten zu “NW09: Erstes Fazit zum Nokia N900”

  1. Chris_aus_Berlin sagt:

    Immer erwähnst du den “billigen” Kickstand. Was genau meinst du damit? Klappt er von alleine auf? Wackelt er? Oder ist er nur leichtgängig?

    Thx

  2. Oliver sagt:

    Ich finde das Gerät steht mit offenem Kickstand nicht stabil, sogar auf einem graden Tisch. Der Kickstand selbst ist aber zum Glück fest und stabil im Gehäuse (wie beim N86) und kann daher getrost ignoriert werden wenn man ihn nicht benötigt.

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