Ein paar negative Worte zum Nokia N900…
Nach der großen Euphorie heute mal ein paar “negative” Worte zum gestern vorgetellten Nokia N900. Das N900 soll ein Internet Tablet mit Telefonfunktionen sein, doch wenn man sich Marketing und Zeitpunkt des Smartphones anschaut ist es klar, dass Nokia mit diesem Gerät einen neuen Schritt wagen möchte und wenn das N900 gut ankommt werden wir wahrscheinlich auch in Zukunft Maemo auf den High-End-Smartphones der Finnen sehen. Es bleibt außerdem auch abzuwarten wie Entwickler zum N900 und Maemo5 stehen werden, ein Smartphone ist nichts ohne eine starke Entwickler-Community im Hintergrund! Hier ein par Punkte die Nokia beim Marktstart des Nokia N900 im Griff haben muss, um keine negative Presse wie teilweise beim N97 einzufahren.
Firmware – Schon in knapp 2 Monaten soll das Nokia N900 im freien Handel erhältlich sein, auch im italiensichen Online Store kann man es bereits für 600 Euro vorbestellen, da stellt sich natürlich gleich wieder die Frage: Wie sieht es mit einer stabilen Firmware aus? Die inneren Werte des N900 sind ausgezeichnet, doch bei so einem High-End-Smartphone muss natürlich auch die Firmware stimmen! Beim N97 hätte Nokia ruhig etwas warten können, klar es ist schön, dass wir nachträglich eine bessere Firmware mit neuen Funktionen bekommen, doch die Version beim Marktstart darf auch nicht zu stark verbuggt sein und erst 2-3 Monate danach verbessert werden.
Kamera – Wie beim N97 auch liegt der Schwerpunkt des Nokia N900 natürlich auf dem Internet, doch man hat beim N86 gezeigt, dass man eine gute 8 Megapixel-Kamera entwickelt hat und warum kommt diese dann nicht auch bei einem Flaggschiff wie dem N900 zum Einsatz? Sind es Platzgründe? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, hier kann Nokia nicht mehr nachbessern, doch vielleicht achtet man ja beim nächsten Modell (einem N920) darauf. (PS: Dann auch gleich einen Xenon-Blitz reinpacken!)
Tastatur – Wie beim N97 könnte auch beim N900 die Tastatur ein Kritikpunkt werden. Im Prinizp wurde auch eine ähnliche Tastatur verbaut, nur eben ohne Steuerkreuz, dafür mit Pfeiltasten auf der rechten Seite des Geräts. Wie beim N97 ist es noch immer umständlich Zahlen und Sonderzeichen zu erreichen, außerdem ist das nur über die linke Seite der Tastatur möglich, wenn man zum Beispiel “*” tippen möchte muss man das alles mit der linken Hand machen. Optimal wäre es, wenn man die Taste für die “blauen” Sonderzeichen und die zum Schreiben von Großbuchstaben zusättzlich auch auf die rechte Seite der Tastatur gepackt hätte!
Lieferumfang – Bei einem Gerät für 600 Euro kann man ruhig einen ordentlichen Lieferumfang erwarten, dazu sollten neben einer guten Tasche zum Schutz natürlich auch sämtliche Kabel wie TV-Out vorhanden sein! Die Verpackung des N97 war zwar hochwertiger, doch der Lieferumfang schlechter wie beim 5800 XpressMusic und sogar das N86 hat bessere Kopfhörer in der Verpackung, das darf beim N900 nicht der Fall sein.
Akku – Da hat man gerade einen 1500 mAh Akku in das N97 gesteckt, da entscheidet man sich beim N900 wieder für einen schächeren mit 1320 mAh. Hinzu kommt noch, dass der stärkere Prozessor und ein Grafikchip des Maemo-Smartphones auch mehr Strom brauchen werden als das beim N97 der Fall ist und ich bin gespannt, was wir vom N900 erwarten können (ich habe mich gerade an 2 volle Tage Akkulaufzeit beim Nokia N97 gewöhnt).
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Bis auf Tastatur und Akku stimme ich dir zu.
Kurz zum Akku, 180mAh sind jetzt nicht so der Unterschied. Wenn das OS, die CPU und der Rest halbwegs moderner agieren als beim N97, dann sollte das N900 bei heftiger Nutzung wenigstens einen Tag, bei “normaler” Nutzung locker 2-3 Tage laufen.
Und zur Tastatur, wenn ich mir ein offizielles Bild (http://maemo.nokia.com/images/uploads/device1.jpg) vergrößer, dann meine ich, zu sehen, dass man Punkt und Komma direkt tippen kann. Ist schon mal sinnvoller als beim N97. Klar, eine 4reihige Tastatur wäre besser. Aber allzu oft braucht man die Sonderzeichen (*$%/§ etc) wohl nicht. Das normale Schreiben sollte nun noch schneller gehen.
Und zwei Fragen:
- Wann braucht man “SYM” und wann “Fn”?
- Warum zur Hölle wiegt das Teil 181 Gramm (!)? Ist da Blei drin?
Das “Sym” wird für die blauen Symbole stehen, “Fn” wahrscheinlich für Funktionen, als kann man mit dieser Taste in Kombination mit einer anderen wahrscheinlich ein Programm schneller starten oder eine bestimmte Funktion ausführen.
180 mAh in Kombination mit diesem Prozessor und Grafikchip können viel ausmachen. Ich hoffe das N900 macht bei meinem “normalen” Nutzen die 2 Tage mit, will nicht wie beim N95 8GB das Handy jeden Abend aufladen
Zum Gewicht: Habe gelesen, dass es die gleiche Qualität wie das E75 beim Slider besitzt und das ist ein sehr robustes und kein leichtes Material, wenn man jetzt bedenkt, dass das N900 größer ist, dann kann man das mit dem Gewicht auch erklären.
Ganz im Gegenteil. Die neue OMAP-Platform hat ein weitaus besseres Watt/Leistungs-Verhältnis als ide vom N97. Der nächste Punkt ist ja – wie schon erwähnt wurde – der geringere Resourcenverbrauch durch Linux. Wenn dann noch die Oberfläche komplett von der GPU gerendert wird, dann wird dadurch nochmals Strom eingespart. Beim N97 und überhaupt allen Symbian-Geräten muss an dieser Stelle die CPU vergleichsweise viel Arbeit verrichten.
Ich habe den Vorgänger, das N80 und die FN Taste ist die Shift Taste für die blauen Tasten.
Also die Ziffern und Sonderzeichen.
Die 1320 mAh sind viel, denn mein N810 hat nur 1000 mAh und eine Akkulaufzeit von > 10 Tagen im Standby und 4 h im laufenden Betrieb.
Man muß aber auch sagen, daß das N810 kein Mobiltelefon ist und somit keinen UMTS Chipsatz besitzt.